2006-11-14

Die Welt von heute

Wir leben in einer modernen, technischen, naturwissenschaftlich geprägten Welt. Die Bedeutung der Religionen nimmt zwar immer mehr zu, aber in gleichem Maße wird die Welt an sich immer technischer. Der Fortschritt der IT-Branche erfolgt in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit und die Menschen folgen dieser Entwicklung, ob sie wollen oder nicht.

Umso mehr schockiert es mich, wenn ich feststellen muss, dass die meisten Menschen ein naturwissenschaftliches Weltbild haben, das vor etwa 100 Jahren aktuell war. Und dieses Weltbild ist leider auch ziemlich materialistisch orientiert.

Nun kann man nicht von allen Leuten verlangen, sich in die Tiefen der Physik zu versenken, die die materialistische Denkweise schon ziemlich verlassen hat (Wahrscheinlichkeitsamplituden, virtuelle Teilchen, 11-dimensionale Räume, etc.). Aber sich die Welt und insbesondere das Atom wie ein Planetensystem vorzustellen, ist schon seit etwa 100 Jahren nicht mehr Stand der Dinge.

Es gab eine Zeit, in der das vielleicht noch zu entschuldigen war, als die Teilchenphysiker fast monatlich neue Teilchen in ihren Beschleunigern entdeckten und langsam die Namen für diese Teilchen ausgingen. Wann immer die Energie in diesen Beschleunigern auf engstem Raum komprimiert wurde (hohe Energiedichte) manifestierten sich völlig neue und unbekannte Teilchen.

Seit Aufstellung des Standardmodells der Physik, Ende der 1960er, ist dies aber vorbei. D.h. es manifestieren sich bei hoher Energiedichte zwar immer noch Teilchen. Diese Teilchen sind aber nicht unbedingt elementar, sondern sind aus kleinen, fundamentalen Bausteinen zusammengesetzt. Diese fundamentalen Bausteine sind Grundlage des sogenannten Standardmodells der Physik. Und diese Bausteine sind nicht das Proton oder das Neutron. Das war einmal...

Die neuen fundamentalen Teilchen sind zwar ein wenig zahlreicher, aber sie sind deutlich überschaubar und man kann nicht mehr von einem Teilchenzoo sprechen, wie das in der Mitte des 20. Jahrhunderts der Fall war.

Ich möchte daher in diesem Blog in aller Kürze die Teilchen des Standardmodells aufzählen, damit die etwas moderneren Leser beim nächsten Smalltalk auf der Party mit modernen Weltbildern glänzen können.

Zunächst werden alle Teilchen in 2 Gruppen eingeteilt:
  1. Fermionen
  2. Bosonen
Die Fermionen sind die Teilchen, die man gewöhnlicherweise als Teilchen bezeichnen würde. Sie besitzen für den Physiker eine charakteristische Eigenschaft: Sie besitzen einen halbzahligen Spin. Was ein Spin ist, hat uns hier nicht zu interessieren (es reicht: man kann ihn messen), und halbzahlig ist z.B. 1/2, 3/2, 5/2, ...

Man ahnt es schon: Die Bosonen besitzen einen ganzzahligen Spin (0,1,2,...)

Die Fermionen kann man ebenfalls in zwei Gruppen unterteilen, den Leptonen und den Quarks. An Leptonen gibt es erstmal (warum erstmal? Antwort kommt gleich) das Elektron und das sogenannte Elektronneutrino (kurz: Neutrino). An Quarks gibt es das up-Quark und das down-Quark. Aus 3 Quarks werden jeweils das Proton (p=uud) und das Neutron (n=udd) gebildet, die daher nicht mehr (im Gegensatz zum Elektron) als fundamentale Teilchen gelten können. Das war's auch (erstmal) schon bei den Fermionen.

Bei den Bosonen sieht es (erstmal) ähnlich einfach aus: Es gibt das Photon, das W+ Boson, das Z0 Boson und das W- Boson und das Gluon.

Vorhin hatte ich gesagt, dass Fermionen gewöhnlich von uns als richtige Teilchen gesehen werden; das liegt daran, dass die Bosonen nur die Wechselwirkung zwischen diesen gewöhnlichen Teilchen übertragen; sie sind sozusagen Klebeteilchen und diese Klebeteilchen können nur gewisse gewöhnliche Teilchen verkleben. [Für den neugierigen Leser: die Bosonen sind sozusagen Quanten eines Feldes, auf das die jeweiligen Fermionen reagieren können]

Das Photon vermittelt die elektromagnetische Kraft, das sogenannte Vektorboson (W+,Z0,W-) vermittelt die sogenannte schwache Kraft und das Gluon vermittelt die starke Kraft. Es gibt zwar noch die Gravitationskraft als weitere Kraft, aber die Physiker besitzen zur Zeit nicht den blassesten Schimmer, wie diese irgendwo ins Standardmodell einzuordnen ist.

Ok, das war's auch schon (erstmal). Das kann man sich doch für ein modernes Weltmodell und die entsprechende Bewunderung auf Smalltalk-Partys merken, oder?

Und falls Ihnen mal ein Mensch auf so einer Party begegnet (im folgenden der vorwitzige Party-Besucher), der dieses Blog vielleicht auch gelesen hat und der Ihnen die Show stehlen möchte: Fragen Sie Ihn dann doch einfach: warum denn immer dieses (erstmal) mitgenommen wurde?

Ab hier sollten dann nur Sie weiterlesen, nicht dieser vorwitzige Party-Besucher!

Das (erstmal) kommt daher, dass das nicht die ganze schöne Wahrheit ist, sondern das Ganze noch ein wenig erweitert werden muss. Also, zum einen gibt es die Antimaterie: Jedes bisher (und in Zukunft) erwähnte Teilchen besitzt einen Zwilling, der mit dem Teilchen in all seinen Eigenschaften identisch ist, bis auf die gegensätzliche elektrische Ladung. Teilchen ohne elektrische Ladung (wie z.B. das Photon) sind dann konsequenterweise ihre eigenen Antiteilchen. Damit haben Sie eindeutig den vorwitzigen Party-Besucher in seine Schranken verwiesen, weil Sie auf einen Schlag die Anzahl der gewußten Elementarteilchen verdoppeln konnten. :-)

Aber halt! Bis hier hätte der vorwitzige Party-Besucher ja auch lesen können und er hätte Ihnen das schon einfach vorwegnehmen können. Um etwas dagegen zu setzen, hat Ihnen die Natur natürlich noch eine Jokerkarte zur Verfügung gestellt: Die aufgezählten Teilchen bei den Fermionen sind nur Mitglieder einer Familie von insgesamt drei Familien. Das heisst es gibt noch zwei ähnliche Familien von Teilchen, die bis auf ihre Masse sonst gleiche Eigenschaften besitzen. Für die Fermionen kommen also zum Elektron und Elektronneutrino noch die zwei Familien Myon und Myonneutrino und Tau und Tauneutrino hinzu, natürlich jeweils mit ihren Antiteilchen. Und zum up- und down-Quark gesellen sich noch das charme- und strange-Quark und das top- und bottom-Quark hinzu.

Sie haben also die Anzahl der Teilchen jetzt nicht nur verdoppeln, sondern die Anzahl der Fermionen gleich verdreifachen können!!

Jetzt können Sie erstmal einen Schritt zurücktreten, langsam am Glas nuckeln, das auf diesen Partys ja immer in der Hand zu halten ist, sonst würden die Arme affengleich vom Körper baumeln, und mit Ihrem Blick in andere Sphären gleiten...

Wenn jetzt der vorwitzige Party-Besucher noch immer nicht aufgeben will und anfängt über die Masse zu zetern, die die Teilchen besitzen und die vermeintlich blöde Frage in den Raum stellt "Warum haben denn die Fermionen in den Familien alle verschiedene Massen und warum haben Sie überhaupt Masse?" wird es doch langsam knifflig für Sie.

Sie können nur hoffen, dass der vorwitzige Party-Besucher sich jetzt nicht selbst seine rethorische Frage beantwortet,

'Tja, es gebe eben noch ein weiteres Teilchen, das sogenannte Higgs-Boson, dass sozusagen der Überträger des Massefeldes sei. Es sei leider noch nicht beobachtet worden, weil es sehr, sehr massereich sei und in den Beschleunigern die Energiedichte bisher noch nicht ausreiche, um es erscheinen zu lassen, aber die Physiker seien sich sicher, dass sie es bald finden würden.'

Damit hätte er dann die endgültige, also finale, Verwirrung bei den übrigen Party-Gästen erzeugt, um ihn ein für allemal in den Olymp der Party-Physiker eingehen zu lassen.

Das wäre es dann für Sie, Sie Möchtegern-Guru ;-)

Ein Schuss in den Ofen!

Sie Angeber!

Wer hat Sie überhaupt eingeladen...!

Aber ich will ja nicht unbarmherzig sein :-): Antworten Sie dann einfach folgendes:
'Ja, ja (Stimme muss beiläufig klingen!)
die Physiker vermuten ja stark, dass es zu jedem Fermion ein Teilchen gibt, dass bis auf den Spin identisch ist und den Spin eines Bosons besitzt, und dass es zu jedem Boson ein sonst identisches Teilchen als Fermion gibt, man nennt sie die sogenannten Superpartner oder auch Steilchen (aufgrund einer sogenannten Symmetriebrechung der Supersymmetrie). Man hätte dann die Anzahl der fundamentalen Teilchen wieder verdoppelt. Aber das ist noch Zukunftsmusik und noch nicht bewiesen...'

Das sollte genügen!
Das gehört allerdings nicht mehr zum gesicherten Standardmodell und weist ein wenig über das moderne Weltmodell hinaus, aber man sollte schon das letzte Wort haben! ;-)

Wenn er das dann noch wirklich toppen kann, dann rate ich Ihnen, sich unauffällig zurückzuziehen ("Ich habe noch einen dringenden Termin...") oder fragen sie ihn einfach, wo er denn Physik studiert hätte und fragen ihn nach Anekdoten aus seiner Studienzeit und sie haben damit geschickt das Thema gewechselt...;-)

10 Comments:

Blogger Spunkmeyer said...

Das Problem ist doch, das der Mensch in einer Zeit lebt, wo ihm das egal ist. Zumindest den nicht-Ingeneuren und den nich-Akademikern (vielleicht auch nicht-Physikern).

Zur Zeit ist soetwas nicht wichtig, da nur sehr wenige Menschen sehen, welchen Vorteil solch ein Wissen bringt.

Mittwoch, November 22, 2006 2:36:00 PM  
Blogger Frank said...

Naja, es sitzen wahrscheinlich mehr Leute vor der Fernsehsendung "Popstars"...

Jeder wie er kann...;-)

Das es nicht "die richtige Zeit" ist, möchte ich bezweifeln; wenn nicht heutzutage, wann dann? Früher war das Leben (bzw. das am Leben bleiben!) viel zeitaufwendiger und schwieriger und zukünftig wird es wahrscheinlich auch schwerer, warum also sollte die Zeit nicht genau die Richtige sein, sich mit etwas zu beschäftigen, was "keinen Vorteil bringt"? Die Bibliotheken stehen fast jedem offen...es war noch niemals so leicht an Wissen zu kommen...(mag es daran liegen?!)

Der Ursprung für das Forschen ist doch oft nicht, sich einen Vorteil zu verschaffen, sondern einfach nur die pure Neugier:
Wenn man hinter die Wand sehen kann, tut man es (übrigens eine typisch männliche Eigenschaft, auch wenn das momentan nicht politisch korrekt ist :-( ).

Das Drama heutzutage ist wohl, dass den Leuten immer weisgemacht wird, es gäbe eine bequeme Abkürzung für alles, sogar das Lernen (wo man sich doch schon auf den Mt. Everest hochtragen lassen kann ;-)). Das wollen die Leute dann auch gerne glauben. Ich kann dir insoweit folgen, als dass "diese Zeit eben keine Zeit hat". Aber eigentlich kann das jeder selbst bestimmen, wenn er mal darüber nachdenkt, in einer Zeit der Waschmaschinen und Geschirrspüler. Es ist ja nicht diese Zeit, die keine Zeit hat, sondern die Menschen, die in ihr leben.

In den entsprechenden Newsgroups tummeln sich übrigens eine ganze Menge Laien. Leider werden diese durch die Handwerker dort oft verschreckt. Und wie Lee Smolin in seinem "The Trouble with Physics" bin ich der Meinung, dass die nächste physikalische/wissenschaftliche Revolution (wie Quantentheorie und Relativitätstheorie) nur von einem Visionär und nicht von einem mathematischen Handwerker kommen kann (auch wenn diese sich auch noch so sehr aufblähen). Das Standardmodell ist übrigens so ein nichtrevolutionäres Ergebnis einer Gruppe von wissenschaftlichen Handwerkern. Es ist gut und exakt, steht aber nur auf den beiden revolutionären Säulen der Quantentheorie und der spez. Relativitätstheorie.

Die aktuelle Frage lautet: "Was ist der Raum und was ist die Zeit?". Wie es aussieht, scheint eigentlich beides nicht so richtig real zu sein, aber was ist es dann...?
Das interessiert mich doch höllisch.

Wir stecken da momentan in der Sackgasse und haben in unseren Denkmodellen irgendwas grundlegendes flasch gemacht.

Also sollte man mehr "Laien" in diese Fragen einbeziehen, die wieder frische Denkanstösse geben können.

Im Vollbesitz unserer geistigen und körperlichen Kräfte haben wir vielleich 50 Sommer Zeit, irgendwas zu erkennen auf dieser Welt und nicht nur rumzuhängen (und Geld zu scheffeln oder die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen).

Letztendlich muss das natürlich jeder für sich entscheiden...Leben sollte ja auch Spass machen!

Mit den Beinen kann ich laufen, mit den Armen und Händen greifen, sage mir, was kann ich mit meinem Gehirn alles machen? ;-)

Schade, dass man Wissen nicht bei Karstadt abgepackt kaufen kann, dann würden bestimmt viele Leute sich das kaufen und auf die Jacken nähen ;-))
Ich schweife ab...;-)

Aber zu deinem letzten Absatz: Was ist schon wichtig...?! ;-)) Und ist das immer dort, wo die meisten Menschen sich aufhalten (s. Fernsehsendung "Popstars")? ;-)

Du hast recht, die meisten Menschen sind vom Weltverständnis abgehängt und glauben buchstäblich an Alles und Nichts. Aber so sollte es nicht enden ;-)

Mittwoch, November 22, 2006 9:03:00 PM  
Blogger Spunkmeyer said...

Ich meinte das mit "Zur Zeit..." aus der Sicht derjenigen, die sich mit solchen Dingen nicht beschäftigen.

Klar ist heute die Beste Zeit für soetwas.

Vielleicht kommt der Mensch dort aber an seine Grenzen.

Wie du meinst, stehen die Physiker ja in einer art Sackgasse, die sie sich selbst schwer erklären können.
Vielleicht gibt es nur noch wenige, die die Gehirnkapazität so ausnutzen das sie auch diese Probleme lösen können...

Wie uns neuronale Netze in der Computerwissenschaft zeigen, sind doch die Anwendbarkeit und die Informationen, die in ihnen gespeichert sind, begrenzt.

Vielleicht ist es in Zukunft daher umso wichtiger das die 'Gehirne' sich kommunikativ miteinander verbinden und so eine größere Leistung vollbringen.

Die pure Neugier... Neugier ist dem Menschen angeboren. Doch leider nicht das Elektronenmikroskopisch genaue Sehen... Vielleicht mangelt es deshalb an Interesse, weil man die Ergebnisse nur mit gewissem Aufwand sehen und Verstehen kann.

Die Menschen haben, denke ich, deshalb keine Zeit, weil ihnen das 'System' aufdrängt, keine Zeit zu haben. Aus allen
Ecken hört man Worte wie
"Regelstudienzeit",
"Berufseinstiegsalter",
"Rentenvorsorge",
"[Irgendwas]-Express",
"Kurzurlaub",
...
Leider fehlt vielen der Blick für das Wesentliche. Sie lassen sich drängen. Fragen kosten Zeit.

Donnerstag, November 23, 2006 9:01:00 AM  
Anonymous Melanie Muders said...

Ein sehr interessanter Blog, dessen Inhalt ich in jeder Hinsicht zustimmen kann - mit einer Ausnahme: Die "pure Neugier" ist keine typisch männliche Eigenschaft, sondern, wie Spunkmeyer schrieb, eine menschliche Eigenschaft.
Dafür möchte ich folgende Argumente anführen:

Statistiken zeigen, dass Frauen in wissenschaftlichen Berufen nicht so stark vertreten sind wie Männer. Warum ist das so?
Zwei Eigenschaften unterscheiden Frauen von Männern (und ich nenne hier nur die für das Thema relevanten Eigenschaften):
1. Sie sind körperlich (in der Regel) schwächer als Männer.
2. Sie können schwanger werden.

Aus diesen beiden Gründen waren Frauen seit der Urmenschenzeit auf einen engeren Raum begrenzt, als Männer. Letztere gingen Jagen und das Land erkunden und konnten so ganz automatisch ihre Neugier ausleben. Erstere eben nicht.
Von der geistigen Veranlagung her ist es den Frauen aber genauso wie den Männern möglich gewesen, Forscherdrang zu verspüren und ihn ausleben zu wollen.

In den vergangenen Jahrhunderten des Forschens und Entdeckens, in denen immer mehr Frauen, wie z.B. Marie Curie und Isabella von Spanien, ihre natürliche Neugier ausleben wollten, waren es dann die Männer (u. vereinzelt auch Frauen), die sich dem weiblichen Forscherdrang in den Weg stellten. Männer, die merkten, dass Frauen durchaus zu den gleichen geistigen "Höhenflügen" wie sie fähig waren, bekamen Angst um ihre soziale Vorrangstellung und schufen Gesetze und verfassten Schriften, die die Frauen in ihre Grenzen wiesen. Künstlich geschaffene Grenzen also.
In heutiger Zeit können aber weder die eingangs erwähnten zwei Eigenschaften von Frauen, noch die künstlich erschaffenen Grenzen durch Gesetze (usw.) Frauen beschränken: Erstens gibt es Verhütungsmittel und zweitens viele Berufsfelder (gerade in der Forschung), die keine Körperkraft erfordern, so dass Frauen ihren natürlichen Forscherdrang genauso wie Männer ausleben können. Zu sehen ist dies sehr deutlich an der steigenden Zahl von Wissenschaftlerinnen in den unterschiedlichsten Forschungsgebieten.
Das Abitur wird übrigens inzwischen von mehr Frauen als Männern erreicht. Und aus dieser Abiturientinnen-Schar gehen teilweise die Nachwuchswissenschaftlerinnen von morgen hervor.
Über eine Reaktion auf meinen Beitrag würde ich mich freuen.

Donnerstag, November 23, 2006 12:33:00 PM  
Blogger Frank said...

Der Mensch wird ganz gewiss an seine Grenzen kommen.

Die Frage ist nur, wie nahe man kommen kann. Ich meine, wir Affen haben schon eine ganze Menge Abstraktionsleistung vollbracht, da geht bestimmt noch ein wenig mehr...;-)

Sicher, die Kommunikation/Sprache eröffnet neue Möglichkeiten, bzw. hat neue Möglichkeiten eröffnet. Es könnte sein, dass diese Phase schon beendet ist und die Mathematik als universelle Sprache gerade diese Rolle übernimmt. Natursprachlich geraten wir oft in unangenehme Situationen, weil die Sprache nicht präzise und objektivierbar ist und damit immer eine Grenze zwischen Subjekt und Objekt bestehen bleibt.

Das Gehirn erbringt ja schon im Normalzustand eine Menge Leistung; ich weiss auch nicht, ob mehr abstraktes Denken dem Menschen förderlich ist oder nicht, aber der Trend geht evolutionär dorthin. Und wir könnten viele Probleme, sowohl zwischenmenschliche als auch globale Probleme, besser lösen, würden wir nicht zu oft mit unseren affenartigen Reflexen reagieren.

Zur Zeit können sich Gehirne jedenfalls nicht so effektiv ohne Sprache verständigen ;-)

Was wir erkennen können, ist schon lange von unseren direkten Sinnen entkoppelt. Damit muss man leben, aber man muss auch darauf achten, dass dieser Umstand nicht durch die Esoteriker missbraucht wird, die ja gerne von Astralfeldern und energetischen Prozessen reden und damit diesen Umstand übel ausnutzen.

Ja, die Zeit. Durch die modernen Kommunikationsmittel sehen wir mehr von der Welt als der Mensch von früher und daher wächst auch der Anspruch des Menschen, dies alles in seinem Leben zu erfahren. Das ist, glaube ich, der Trugschluss, der uns die Zeit so knapp erscheinen lässt. Früher haben noch Handwerker ihr ganzes Leben einem Ziel gewidmet
(ein schönes Buch dazu ist übrigens: Längengrad von Dava Sobel, 'Die wahre Geschichte eines einsamen Genies, welches das größte wissenschaftliche Problem seiner Zeit löste').

Samstag, November 25, 2006 4:22:00 PM  
Blogger Frank said...

An Melanie:

Es gibt einige Tabuthemen in der öffentlichen Diskussion, die sind schwer zu diskutieren: Juden, Hitler, Emanzipation sind einige von diesen Themen.

Man sollte aufpassen, bei diesen Themen immer wieder selbst die Thematik zu hinterfragen und nicht glauben, die herrschende Meinung hätte sich als die richtige Meinung durchgesetzt. Auch werden bei diesen Themen von den selbsternannten Gutmenschen immer die pauschalen Moralkeulen geschwungen (allein wegen dieser Thematik s. a. das Schicksal von 'Larry Summers', auch wenn ich keine Sympathie für ihn hege), sodass die Themen weiterhin in die Tabuzonen gedrängt werden. Auch wird hier leicht schwarz/weiss argumentiert, was der Realität meist nicht sehr nahe kommt. Das also nur vorweg...

Ich bin durchaus für Gleichberechtigung und ich glaube bzw. weiss auch, dass Frauen in vielen Gebieten den Männern das Wasser reichen können oder sogar in der Regel besser sind. Ich glaube aber auch, dass die evolutionäre und die spätere kulturelle Trennung der Geschlechter in den letzten zig Millionen Jahren der 'Menschwerdung' Spuren hinterlassen hat, die sich unseren Gehirnen genausowenig erschliessen, wie die Struktur von Raum und Zeit.

Ich erfahre auch immer wieder, dass Mann und Frau unterschiedlich ticken. Sie haben oft sehr unterschiedliche Problembewältigungsstrategien und ich kann nicht erkennen, ob dieses kulturell erworben oder schon genetisch verankert wurde (bzw. was z.Z. dominierend ist).

Ob es mehr Wissenschaftlerinnen gibt, ist für mich nicht entscheidend, da dies auch immer politisch gesteuert wird. In der Forschung ist der Mann oft leidenschaftlicher dabei. Die Frau wird in Deutschland durch Quotendenken bevorzugt.

Wir sollten auch den Begriff Neugier genauer fassen: Ich meine nicht die sprichwörtliche Neugier der Frau, wenn der Mann ein verpacktes Geschenk mit nach hause bringt oder sie in seinen Sachen sucht. Die Quelle für dieses Verhalten bezeichne ich nicht als Neugier, sondern es entspringt eher einem Kontrollwunsch der Frau. Mit (generischer) Neugier, wie ich es hier verwende, meine ich das Interesse an Dingen, die auf den ersten Blick keinen direkten Vorteil für das Individuum bringen. Die sprichwörtliche Neugier der Frau ist aber meist ein auf ihr eigenes Schicksal ausgerichtetes Interesse.
Dieser Unterschied ist sehr wichtig!

Und wir können uns hier nur über die Regel unterhalten und nicht die Ausnahme (davon kann man immer welche aufführen: um deine List zu erweitern z.B. Emily Noether, eine brilliante Mathematikerin).

Meine Erfahrung dieser Regel ist (übrigens stehe ich da nicht alleine), dass eine Frau keine Schwierigkeit hat, defekte Haushaltsgeräte defekt zu lassen und einfach die Handlungen und Handgriffe zu ändern. Der Mann (in der Regel) geht den Dingen meistens auf den Grund, auch wenn die Haushaltsgeräte später ganz defekt sind ;-)

Kurz, wo ich auch hinsehe, bestätigt die 'typische' Frau diese Einschätzung. Das sollte die Frau ja nicht niedermachen, sondern ist einfach eine Tatsache.

Man sollte in der Emanzipation unterscheiden zwischen Gleichberechtigung (das haben wir schon mehr als genug erreicht, in der Schule werden, wie du schon richtig bemerkt hast, die Jungen z.Z. diskriminiert) und Gleichmachung (das sollte nicht geschehen!).

Eine gute Mathematikerin sollte eine ausgezeichnete Professorin werden können und eine begabte Technikerin sollte auch eine KFZ-Mechanikern werden können.

In modernen Ländern wie Finnland ist Emanzipation schon lange kein Thema mehr. In Deutschland wird Emanzipation immer noch mit Gleichmachung verwechselt und geschlechtliche Gleichmachung schadet langfristig der Gleichberechtigung, da sie quotengeregelte Inkompetenz an Geschlechter bindet. Die Gleichberechtigung ist aber schon lange erreicht. (Man sollte lieber für die Gleichberechtigung von Hässlichen und Schönen kämpfen, da die letzteren übrigens belegbar häufiger Jobs finden.;-( )

Auch wenn meine Aussage, dass Neugier eine eher männliche Eigenschaft sei, natürlich provokativ war, möchte ich diese Aussage nicht zurückziehen, auch wenn es einige neugierigere Frauen als Männer gibt. Aus reiner Harmonie bin ich nicht bereit, meine Meinung zu ändern. In der Schule hätte ich dafür eine schlechte Note bekommen
(so wird auch auf anderen Tabuthemen Gehirnwäsche betrieben), aber diese Phase liegt glücklicherweise schon hinter mir...:-)

Ich will meine Behauptung aber nicht überstrapazieren, da wir uns zunächst genau klar werden müßten, welche Verhaltensweisen wir unter 'generischer Neugier' gelten lassen wollen (wie oben schon angedeutet).

Wenn man diese Kriterien aufstellen würde, würden einige einfache gezielte psychologische Experimente (die wahrscheinlich schon durchgeführt wurden) wahrscheinlich meine Behauptung belegen :-) ...oder auch nicht :-( .

Samstag, November 25, 2006 5:52:00 PM  
Anonymous Melanie Muders said...

So, nun komme ich endlich dazu, eine Antwort zu posten.
Nach dem Lesen Ihres Kommentars habe ich spontan gedacht: Eigentlich sind wir sogar einer Meinung, reden nur aneinander vorbei.
Zum Beispiel gleich zum Ersten: Ich diskutiere über Tabuthemen (Juden, Emanzipation, ...) genauso wie über "gewöhnliche" Diskussionsthemen, sogar mit besonderer Vorliebe über erstere, da es interessant ist, sich die vorherrschenden Vorurteile und Engstirnigkeiten anzuhören und dagegen zu argumentieren.
Zum Folgenden: Unter Neugier verstehe ich auch so etwas wie Geschenk schütteln (um den Inhalt zu erraten) oder Tratsch anhören. In meinem Beitrag ging es aber nicht um Neugier, sondern um (wissenschaftlichen) Forscherdrang.
Ich stimme Ihnen zu, dass es meist nciht die Frauen sind, die den Toaster aufschrauben oder nach dem Ursprung der Welt fragen. Aber ich frage eben einfach nach dem Warum. Ich versuche, logisch zu beweisen, dass es (meiner Meinung nach) ja nicht schon immer immer immer so gewesen sein kann. Der tatsächlich vorhandene Unterschied zwischen Männern und Frauen in Bezug auf ihren Forscherdrang ist nicht naturgegeben, so wie etwa die weibliche Veranlagung zum Austragen von Nachwuchs. Der Unterschied hat sich erst entwickelt und mit der Zeit fest verankert.
Als Grundlage meiner Argumentation sehe ich, dass die naturgegebenen Veranlagungen des Menschen, geistige wie körperliche, eine Sinn haben. Aber was für einen Sinn sollte es haben, Frauen mit weniger Forscherdrang "auszustatten" als Männer?!

Sonntag, Dezember 10, 2006 8:10:00 PM  
Blogger Frank said...

Der (wissenschaftliche) Forscherdrang ist so eine Sache und ein Thema für sich. Ich glaube er findet heute seine Quellen überwiegend in Karriere und Statusdenken. D.h. die Mehrheit der Forscher will Aufmerksamkeit und Status erringen und nicht den Quellen auf den Grund gehen. Karriere und Status sind aber Mittel zum Zweck, der evolutionstechnisch heisst: viele schöne junge Frauen besitzen. Das wäre z.B. eine Basis für die geschlechtliche Trennung bei dieser Eigenschaft.

Das muss so in allerletzer Konsequenz nicht funktionieren, ein evolutionäres Verhalten kann auch (zumindestens zeitweise) ins Leere laufen und dennoch am Wirken sein. Siehe auch dazu das Buch über die Bonobos von Frans de Waal: "Der Affe in uns. Warum wir sind, wie wir sind", dass ein wenig parteilich die Vorzüge der femininen Machtstrategie "Sex" schildert ;-).

Was genetisch verankert und was kulturell erworben ist, kann man m.E. nicht endgültig klären, da über lange Zeiträume beides miteinander wechselwirkt. Kulturelle Gepflogenheiten führen zu Selektion (und im Atomzeitalter leider auch zu Mutationenen;-() und Selektion wirkt auch auf die kulturellen Gepflogenheiten. So gesehen hatte nicht nur Charles Darwin, sondern auch Jean-Babtiste de Lamarck recht.
Diskussionen über "naturgegebene Veranlagungen" sind, über eine größere zeitliche Distanz betrachtet, m.E. Scheingefechte.

Aber immerhin erkennen wir beide, dass die Frauen eben nicht die Toaster reparieren. Ob dieses Verhalten nun 1000 oder 1000000 Jahre gepflegt wurde (und damit mehr kulturelle oder mehr genetische Wurzeln hat), können wir wohl im Hier und Jetzt nicht endgültig beantworten. Aber der Punkt ist folgender:

Die Frauen wünschen sich zu häufig die Fähigkeiten (bzw. die Funktionen und Tätigkeitsfelder) der Männer.
Das ist wie das Gras, das auf Nachbars Wiese immer grüner ist und besser schmeckt. Aufgrund der extremen Förderung der Mädchen in der Schule könnten sich entsprechende Talente auch bei Mädchen entwickeln, aber die Frauen haben eben noch zusätzliche, andere Optionen im Leben, die die Männer (leider) nicht haben. Sie können mit Sex und Zuneigung Männchen an sich binden und sich einfach versorgen lassen.

Das führt dann auch dazu, dass dieser leichtere Weg von vielen Frauen früher oder später (verdeckt oder nicht) begangen wird. Für Männer gibt es bisher diese Ausfahrt bei den Lebensoptionen nicht und es könnte gut sein, dass dieses der Grund für die im Schnitt 5 Jahre kürzere Lebenserwartung des Mannes ist.

Übrigens ein schönes Buch über Parallelwelten und das Standardmodell von einer Frau (vielleicht sogar bevorzugt für Frauen?) ist von Lisa Randall: "Verborgene Universen".

Montag, Dezember 11, 2006 10:53:00 AM  
Anonymous Melanie Muders said...

Ich meine auch, dass es leider oft Hand in Hand geht: Wissenschaftl. Forscherdrang und Karrieregeilheit. Ich sehe aber auch, dass es zum Glück auch noch ForscherInnen gibt, denen einfach ihr Streben nach Wissen am Herzen liegt. Mag sein, dass das eine Minderheit ist. Das kann ich nicht beurteilen.

Auch wenn es schwer zu beweisen ist, bleibe ich bei dem Standpunkt: "Als Grundlage meiner Argumentation sehe ich, dass die naturgegebenen Veranlagungen des Menschen, geistige wie körperliche, eine Sinn haben. Aber was für einen Sinn sollte es haben, Frauen mit weniger Forscherdrang "auszustatten" als Männer?!"

Überrascht hat mich dann der Punkt: "Frauen wünschen sich meist die Fähigkeiten der Männer." Meiner Meinung nach, war aus der vorherigen Diskussion nicht ersichtlich, dass das Ihr Punkt ist, also dass es Ihnen darum geht.
Eingehen möchte ich dennoch darauf: Ich halte es auch für wahrscheinlich, dass manche Frauen sich die Fähigkeiten der Männer wünschen. Allerdings ist das nur dann ein Problem, wenn diese Frauen tatsächlich nicht über diese Fähigkeiten verfügen, aber einen Beruf anstreben, der diese erfordert. Dann machen sie sich selbst etwas vor und nehmen anderen, talentierteren, den Job weg.
Wenn diese Frauen aber die Fähigkeit haben, warum denn dann nicht!?
Es gibt ja sowieso nur eine verschwommene Linie zwischen den typisch männlichen und typisch weiblichen Fähigkeiten. Typisch heißt eben nur, dass es wohl auf viele, aber eben nicht auf alle zutrifft.

Was die Möglichkeit der Frauen, mit Sex zu binden und sich versorgen zu lassen angeht: Leider gibt es Frauen, die diese Machtmöglichkeit ausspielen, und damit ein stressfreieres Leben als ihre Partner und Versorger führen. Solche Frauen büßen damit aber auch etwas Wichtiges ein: Selbstwertgefühl. Sie lehnen sich zurück und lassen sich versorgen. Wirklich "großartige" Leistung. In der heutigen Zeit ist es für eine Frau relativ einfach möglich, und auch in gewisser Weise selbstverständlich, sich selbst zu versorgen. Tut sie das nicht, und lebt nur von dem, was ihr Partner erarbeitet,macht sich abhängig und verliert damit an Würde.
Natürlich sage ich damit nichts gegen die Frauen, die schwanger sind und sich deshalb für eine gewisse Zeit eben nur versorgen lassen können (vom Partner oder vom Staat z.B.)! Das ist völlig normal, denn es sind ja nun mal nur die Frauen, die die Kinder bekommen können.
Aber ich verachte die Frauen, die aus dieser biologischen Tatsache ableiten, dass sich sich auch den Rest ihres Lebens versorgen lassen können. Die Art von Frauen, die nicht mal in Erwägung ziehen, nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen. Die nicht mal in Erwägung ziehen, dass auch der Vater das Kind betreuen kann. Solche Frauen machen es sich zu einfach und verlieren am Ende sich selbst.

Mittwoch, Januar 17, 2007 1:44:00 PM  
Blogger Frank said...

An Melanie:

"Welchen Sinn sollte es haben, Frauen mit weniger Forscherdrang auszustatten als Männer?".
Ganz einfach: Ihnen und der Spezie erwächst daraus kein Vorteil. Evolution ist nicht gleichbedeutend mit Gerechtigkeit. Evolution muss auch nicht geschlechtssymmetrisch sein. Genau das ist ja der Fehlschluss.

Wie ich schon darzulegen versucht habe, kann der Mann durch Status, die man z.B. durch Skrupellosigkeit oder Klugheit erwerben kann (und natürlich auch körperliche und immunologische Stärke, aber das ist hier nicht das Thema) Weibchen an sich binden bzw. schwängern, da diese solche Eigenschaften hoch bewerten.
Umgekehrt funktioniert das (zur Zeit?) noch nicht; ein Mann findet selten eine Frau aufgrund von Status
oder Klugheit attraktiv (obwohl es sicher _irgendwie_ berücksichtigt wird). Auch wenn das politisch noch immer nicht korrekt ist, muss man sagen, dass Männer im wesentlichen auf weibliche körperliche Reize reagieren. Dazu gibt es mittlerweile hinreichend viele Untersuchungen. Erkenntnis und Wissen ist daher für die Frau purer, wertloser Luxus. Für den Mann dagegen ein evolutionärer Vorteil. Nicht wenige männliche! Nobelpreisträger (u.a. Francis Crick oder Chen Ning Yang) haben in dieser Hinsicht von ihrem Ruhm profitieren können ;-).

Eine Frau, die diese Richtung (Erkenntnissuche) einschlägt macht F1) entweder den Fehler, ihr eigenes geschlechtliche Auswahlkriterium an der Geschlechterachse zu spiegeln und damit anzunehmen, dass ihr nach Erlangung von Ruhm die Männer zu Füßen lägen oder sie hat F2) in Sachen Beziehung und Nachwuchs keinerlei Bedarf mehr oder aber F3) sie schägt aus der Art und ist wirklich auf der Suche nach Erkenntnis und dieser Drang wiegt stärker als der übliche Nachwuchsimpuls.

Du hast wahrscheinlich Gruppe F3) anvisiert, ich spreche dagegen von Gruppe F1). Wir scheinen uns nicht einig, wie wir die Frauen anzahlmäßig auf diese Kategorien verteilen können.
Gruppe F3) kann, wenn es nach mir ginge, die Männlichkeiten vollständig ersetzen, aber es wird nicht zahlenmäßig funktionieren.

Bei den Männern gibt es wahrscheinlich nur 2 Gruppen: M1) Über Status maximalen evolutionären Gewinn oder M2) das "pervertierte" Suchen, ohne den Erfolg später evolutionstechnisch zu verwerten
(entspricht F3) bei den Frauen).

M1) funktioniert! und daher ist diese Gruppe gut gefüllt. M2) kommt manchmal vor (wie bei F3) bei den Frauen), ist aber nicht der Rede Wert.

Der Unterschied ist also:
F2) und F3) sind selten und F1) funktioniert nicht! M2) ist selten, aber M1) funktioniert bestens!!

"Frauen wünschen sich meist die Fähigkeiten der Männer."
Ich meine damit: Immer nur das haben zu wollen, was man nicht hat ist schlecht.

Wir sind uns vollkommen einig: Wer auch immer die Fähigkeiten hat, sollte sie nutzen und ausbauen können.

Es geht hier nur darum, wieviel Vorschusslorbeeren man verteilt...

"Typisch heißt eben nur, dass es wohl auf viele, aber eben nicht auf alle zutrifft."
Das sollte selbstverständlich sein. Wir wollen hier keine weiteren allgemeingültige "Gebote" formulieren...Aber jeder bildet eben seinen eigenen Mittelwert aus seinen begrenzten Erfahrungen und Feldversuche helfen da auch nur beschränkt weiter. Deswegen sollte man sich mit "diesem Material" auch nicht die Köpfe einschlagen ;-)

"Solche Frauen büßen damit aber auch etwas Wichtiges ein: Selbstwertgefühl."
Mmmhhh. Das Selbstwertgefühl wird im wesentlichen durch die Moral und die Gesellschaft produziert. Und die Frauen sind gerade dabei, diese Werte zu ihren Gunsten umzudefinieren. Wahrscheinlich führe ich auch darum gerade jetzt und hier diese Diskussion. Wäre da nicht was in Bewegung, gäbe es keinen großen Anlass darüber zu diskutieren.
M.E. haben wir z.Z. eine Schieflage in der Gesellschaft, Tendenz steigend. Ist nicht tragisch, aber man stolpert drüber...

Donnerstag, Januar 18, 2007 2:53:00 PM  

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